Stadtdekan Christian Hermes neuer Koordinator

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Nach dem Ende der zweijährigen Amtszeit von Stadtdekan Søren Schwesig wurde der Mitbegründer des Rates der Religionen Stuttgart und katholische Stadtdekan Msgr. Dr. Christian Hermes am 30. November von den Mitgliedern für die nächsten zwei Jahre als Koordinator gewählt. Als Ziel hat er sich vorgenommen, nach der Konstituierungsphase den Rat hinsichtlich der in Stuttgart relevanten Religionsgemeinschaften zu konsolidieren und den Austausch über Themen zu vertiefen, die die gemeinsamen Interessen und Anliegen der Religionen in der Stuttgarter Stadtgesellschaft betreffen.

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Lokale Räte der Religionen auf den Weg bringen

20171206_192702Die „Räte der Religionen“ machen Schule. Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg hat am 17. Oktober 2017 zu einem Termin mit Minister Manfred Lucha MdL, den kommunalen Landesverbänden, Vertretern der Stiftung Weltethos und Vertretern von drei Initiativen eingeladen. Vertreter des „Gartens der Religionen für Karlsruhe e.V.“, des Rates der Religionen Ulm und Stadtdekan Msgr. Dr. Christian Hermes als Vertreter des Rates der Religionen Stuttgart konnten dabei von ihren positiven Erfahrungen, aber auch Herausforderungen berichten.

Dabei zeigte sich, dass die Religionsräte auf der Ebene der Kommunen, gegebenenfalls aber auch der Landkreise, ein gutes Modell darstellen, über den theologischen interreligiösen Dialog und soziale Initiativen hinaus Religionsgemeinschaften und ihre verantwortlichen Vertreter ins Gespräch zu bringen und für die politischen Verantwortungsträger und Verwaltungen verlässliche Ansprechpartner für Fragen zu bieten, die sich vor Ort im Miteinander der Religionen stellen.

Zu Besuch bei der Bosnischen Gemeinde

Am 22. Juni 2017 tagte der Rat in den Räumen der Bosnischen Gemeinde (Islamische Gemeinschaft) in der Kesselstraße 27.

Neu aufgenommen wurden der Tunesische Kultur- und Dialogverein in Stuttgart mit seinem Vertreter Jaaffar Dahasse sowie Pfarrer Dr. Diradur Sardaryan für die armenische Gemeinde. Und auch Christian Trauthig gehört nun dem Rat an. Er steht für den Zusammenschluss buddhistischer Gruppen in Stuttgart.

Zu Beginn der Sitzung begrüßte Stadtdekan Schwesig Süleyman Kiral, der künftig als einer der beiden alevitischen Vertreter dem Rat angehören wird.

Unter anderem wurde der Rat über das Treffen „Runder Tisch der Religionen“ informiert. Diesen hatte das Integrationsministerium Baden-Württemberg Religionen auf Landesebene ins Leben gerufen. Das Ministerium will gemeinsam mit der Stiftung Weltethos bis 2019 mindestens zehn Städte ab einer Bevölkerungsgröße von 20 000 Einwohnern bei der Gründung kommunaler Runder Tische der Religionen unterstützen.

Drei Mitglieder des Rats der Religionen Stuttgart werden am Donnerstag, 13. Juli 2017 an einem Interview über die Arbeit des Rats der Religionen beim Sommerfest der Kulturen teilnehmen.

 

Interreligiöse Fachleute informieren Freundeskreise

In Stuttgart betreuen zahlreiche Freundeskreise ein oder mehrere Flüchtlingsheime ehrenamtlich. In diesen Heimen wohnen Menschen verschiedener Religiosität. Ihr Miteinander ist nicht immer reibungslos. Mitunter können religiöse Unterschiede Grund für Auseinandersetzungen sein.

Der Rat der Religionen hat nun einen Kreis von christlichen, jüdischen und muslimischen Fachleuten gebildet. Freundeskreise können diese einladen, um sich über religiöse Fragen zu informieren. Fragen wie „Was glauben Aleviten?“ – „Wie unterscheidet sich der arabische Islam vom in Deutschland vorherrschenden türkischen Islam? – „Was sind die Grundzüge syrisch-orthodoxer Christen?“ – „Was ist zu beachten im Miteinander von arabischen Christen und Muslimen?“

Die Fachleute können über das Evangelische Dekanat angefordert werden (Telefon 0711 / 2068-390).

Rat der Religionen besucht Synagoge

Die Sitzungen des Rats der Religionen finden abwechselnd in Räumen der teilnehmenden Religionsgemeinschaften statt. Eine schöne Tradition ist es inzwischen, dass die gastgebende Religionsgemeinschaft durch ihre religiösen Räume führt. Hier Impressionen vom Rundgang durch die Synagoge am 19. September 2017.